Fachartikel : Erbrecht

06.10.2009

Kann ich mit meinem Kind den Pflichtteil schon regeln, solange ich noch lebe?

Ja, das ist möglich!Sie müssen jedoch folgendes wissen:Auch nach der Erbrechtsreform ist der Pflichtteilsanspruch der Abkömmlinge/Kinder nicht "abgeschafft" worden, sondern besteht weiter. Um einen Pflichtteilsanspruch geltend machen zu können, müssen Sie Ihr Kind "enterbt" haben oder dieses schlägt nach Ihrem Tode seinen Erbanspruch aus. Entscheidend ist jedoch, dass der Pflichtteilsanspruch Ihres Kindes erst nach Ihrem Tode entsteht und Ihr Kind bis zu diesem Zeitpunkt nichts von Ihnen verlangen kann. Letzteres wird häufig "übersehen", wenn Kinder plötzlich meinen von Ihren noch lebenden Eltern Ihr Pflichtteil verlangen zu können.Um Pflichtteilsansprüche beim 1. Erbfall - Versterben des 1. Ehegatten - jedoch von vornherein zu verhindern bietet sich häufig ein Pflichtteilsverzichtsvertrag an, der allerdings notariell zu beurkunden ist. Eine privatschriftliche Vereinbarung

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28.09.2009

Wie viel bekommt ein Abkömmling, der mich gepflegt hat, aus dem Erbe?

Wenn Sie keine anders lautende Regelung treffen, sieht das Gesetz hier keine konkrete Zahl vor. Im ursprünglichen Entwurf für die Reform des Erbrechts war vorgesehen, dass die Vergütung sich an den Sätzen der gesetzlichen Pflegeversicherung orientiert. Ob die Gerichte in Zukunft diese Beträge zu Grunde legen oder mehr  bzw. weniger, kann im Moment noch nicht gesagt werden.Empfehlung:Gerade bei Personen, denen von Gesetzes wegen eine Vergütung für Pflegeleistungen aus dem Erbe zusteht,  sollten Sie die Höhe der Vergütung genau regeln!So können Sie  in Ihr Testament schreiben, dass die betreffende Person die Beträge erhalten soll, die ihr nach der gesetzlichen Pflegeversicherung entsprechend ihren Pflegestufen zustehen würden.

28.08.2009

Wie werden Schenkungen zu Lebzeiten beim Erbe berücksichtigt?

Wenn Eltern zu Lebezeiten Schenkungen gemacht haben, so steht den pflichtteilsberechtigten Angehörigen ( bspw. Kindern ) ein so genannter Pflichtteilsergänzungsanspruch ( ähnelt dem Pflichtteilsanspruch ) zu. Damit erhöht sich rein rechnerisch der Nachlass um den Wert der Schenkungen, die innerhalb der letzten 10 Jahre stattgefunden haben.Bisher wurden solche Schenkungen, auch wenn der Erblasser einen Tag vor Ablauf der Zehnjahresfrist verstorben ist, in vollem Umfang hinzugerechnet. Nach dem neuen Recht reduziert sich der Wert der Schenkung für jedes Jahr, das seit der Schenkung vergangen ist, um ein Zehntel. Damit ist nur in den Fällen, in denen der Erblasser im ersten Jahr nach der Schenkung stirbt, die Schenkung mit ihrem vollenWert anzusetzen.Achtung:Für Schenkungen an Ehegatten gelten hier jedoch Besonderheiten. Hier beginnt die10 Jahresfrist erst mit dem Ende der Ehe zu laufen. Wenn als

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05.08.2009

6 Probleme des neuen Erbrechts

Das neue Erbrecht tritt zum 01.01.2010 in Kraft. Was müssen Sie beachten?Problem 1:Der Erblasser kann sich nicht darauf verlassen, dass ein entfernter Verwandter oder Freund, der ihn pflegt, automatisch kraft Gesetzes bedacht wird, wie das monatelang in den Medien angekündigt worden war. So ist es im Gesetz leider nicht gekommen! Nur Kinder oder Enkelkinder, die den Erblasser pflegen, werden automatisc

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27.07.2009

Ohne Testament erbt der Ehepartner nicht immer alles

Wenn ein Mensch stirbt und es kein Testament hinterlässt, erben seine Verwandten. Das wissen die meisten noch. Die Frage, wer wie viel bekommt, ist weitaus schwieriger zu beantworten: Viele kennen sich mit der gesetzlichen Erbfolge nicht aus. Wer also ist gesetzlicher Erbe?Neben dem Ehegatten erben die Verwandten. Entscheidend ist dabei die verwandtschaftliche Nähe zum Verstorbenen. Das Gesetz teilt die Verwandten des Verstorbenen

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06.07.2009

Endlich mehr Rechtssicherheit beim Umgang mit Patientenverfügungen

Der Deutsche Bundestag hat am 18.06.2009 in 3. Lesung den Vorschlag des Abgeordneten Stünker für eine gesetzliche Regelung zur Wirksamkeit und Reichweite von Patientenverfügung beschlossen. Künftig werden die Voraussetzungen von Patientenverfügungen und ihre Bindungswirkung eindeutig im Gesetz bestimmt. Mit einer Patientenverfügung soll dem Arzt der Wille eines Patienten vermittelt werden, der sich zur Frage seiner m

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03.07.2009

Pflegefall und Wohnrecht: Kein Geld für das Sozialamt

Der BGH hat mit einem Urteil vom 09.01.2009 neuerlich eine Entscheidung zum Wohnrecht getroffen, wenn der Wohnungsberechtigte ins Pflegeheim muss. Wenn die Vereinbarung über die Bestellung eines Wohnungsrecht keine Regelung enthält, wie die Wohnung genutzt werden soll, wenn der Wohnungsberechtigte sein Recht wegen Umzugs in

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08.06.2009

ERBRECHT VON A-Z: Was muss ich bei meinem Testament beachten, wenn ich minderjährige Kinder habe?

Frage:Ich bin verheiratet und habe zusammen mit meinem Ehegatten zwei minderjährige Kinder. Kann ich in meinem Testament auch Regelungen für den Fall treffen, dass ich zusammen mit meinem Ehegatten gleichzeitig ums Leben komme, beispielsweise bei einem Verkehrsunfall?Antwort:Für einen solchen Fall empfiehlt es sich dringend Regelungen in einem Testament zu treffen.

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10.11.2006

Geerbte Fondsbeteiligungen - oft eine Altlast

Wer Immobilien-Fondsbeteiligungen erbt, wird nicht selten enttäuscht. Statt des erwarteten Vermögenszuwachs warten auf den Erben rechtliche Streitigkeiten mit den Fondsgesellschaften: Eine Auseinandersetzung des Vermögens ist oft nicht möglich, weil § 727 BGB abbedungen wurde und der Erbe an die jahrzehntelangen Laufzeiten der Beteiligung gebunden ist. Eine Kündigung ist oft erst Jahrzehnte nach dem Beitritt des Erbl

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17.07.2006

Mein Wille geschehe!

Wünschen wir uns nicht alle, dass alles nach unserem Willen geschehe?Solange wir gesund und bei Kräften sind, mag uns das mehr oder weniger auch gelingen. Doch was ist, wenn wir aufgrund eines Unfalls, Krankheit oder Alters unsere Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit verlieren? Besonders eindrucksvoll sind die Folgen des Alters in dem Buch des FAZ-Herausgebers Schirrmacher „Das Methusal

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29.06.2006

Vorsorgevollmacht - Damit Sie alles gut geregelt haben

Die Wenigsten denken darüber nach, dass Sie einmal in einen Zustand kommen könn­ten, in dem Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihre eigenen Angelegenheiten alleine zu re­geln. Ein solcher Fall kann schneller kommen, als man denkt. Man muss hierzu nur die Zeitung auf­schla­gen und sehen, was alles passieren kann. Ein sol­cher Fall kann z. B. bereits dann ei

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29.06.2006

Schenkungen zu Lebzeiten: Vorsicht Falle!

Häufig möchte man bereits zu Lebzeiten seinen Kindern etwas zukommen lassen. Die Wenigsten machen sich jedoch Gedanken darüber, welche Rechtsfolgen dies dann im spä­te­ren Erbfall hat. Erst recht machen sich die Wenigsten darüber Gedanken, dass das be­schenk­te Kind vor den Eltern versterben kann und dann das verschenkte Vermögen übe

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Erbrecht

Das Erbrecht bezeichnet das Recht, das sich mit dem Übergang eines Vermögens einer Person nach Ihrem Tod auf eine oder mehrere Personen befasst. Das Recht zu erben wird bereits im Grundgesetz §14 besonders genannt. Ohne Testament oder eines Erbvertrags greift in Deutschland die gesetzliche Erbfolge. Diese ist auf Privatpersonen beschränkt. Nur in dem Falle, das keine Erbberechtigte Person gefunden werden sollte, würde die gesamte Erbmasse dem Staat zufließen. Erberechtigt kann aber auch sein, wer durch ein Testament oder durch einen Erbvertrag als Erbe eingesetzt wird.

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