Fachartikel : Reiserecht

30.03.2017

Amtsgericht Frankfurt spricht Mehrkosten für Ersatzflug zu

Durchaus oft streichen insb. Billig-Airlines Flüge oder zumindest einzelne Buchungen, wenn sie den Sitz teurer verkaufen konnten. Nicht immer rechnet sich dies allerdings, wie ein fall des AG Frankfurt/Main zeigt:Die Klägerin fordert von der Beklagten die Zahlung eines Ausgleichs nach der Fluggastrechte- VO in Höhe von 600,- € sowie die Erstattung von Ersatzflugkosten in Höhe von 302,11 €. Sie buchte über das Online-Portal des Reiseunternehmens O für den 26.10.2016 einen Flug mit der Beklagten von Frankfurt über Peking nach Osaka. Diesen Flug annullierte die Beklagte, worüber die O die Klägerin mit Email vom 07.09.2016 informierte. Die Klägerin buchte daraufhin über das Online-Portal der O ebenfalls für den 26.10.2016 einen Ersatzflug mit der Beklagten von Frankfurt über Shanghai nach Osaka. In der Woche vor dem geplanten Abflug erfuhr die Klägerin über die Funktion "checkmytrip",

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07.08.2008

Minderung des Reisepreises bei Beinahe-Absturz auf dem Rückflug

Es war ein schöner Urlaub. Der Rückflug entwickelte sich jedoch zu einem Horrortrip, als das Flugzeug beinahe abstürzte. daraufhin wollten Urlauber ihr Geld zurück. Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 15. Juli 2008 - X ZR 93/07 – eine erste Klärung herbeigeführt.Der Kläger hat von dem beklagten Reiseveranstalter die Rückzahlung des Reisepreises für die Flugreise in die Türkei verlangt. Während er für die Reise im Übrigen keine Mängel behauptet hat, hat er vorgetragen, dass es auf dem Rückflug zu einem Beinahe-Absturz gekommen sei, bei dem er und seine Ehefrau Todesangst ausgestanden hätten. Die Reise sei deshalb ohne Erholungswert gewesen. Er hat deshalb die Rückzahlung des gesamten Reisepreises verlangt. In den Vorinstanzen hatte die Klage nur insoweit Erfolg, als das Reiseunternehmen einen Betrag von 280 € anerkannt hat. Auf die Revision des

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03.06.2008

Reisemängel muss man rügen

Wer Reisemängel am Ferienort nicht rügt mit der Begründung, dem Veranstalter seien diese ohnehin bekannt gewesen, der kann später deswegen auch kein Geld zurückverlangen. Denn eine Mängelrüge vor Ort ist grundsätzlich immer Voraussetzung für spätere finanzielle Rückforderungen. Dies hielt das Landgericht Frankfurt am Main klagenden Urlaubern entgegen. Sinn einer Rüge am Ferienort, sei es nämlich, den Veranstalter darüber zu informieren, dass sich ein Gast durch einen bestimmten Mangel auch beeinträchtigt fühlt und dem Veranstalter damit die Möglichkeit zu geben, „Abhilfe“ zu schaffen. Bemängelt ein Urlauber einen Missstand am Ferienziel nicht, so brauche der Veranstalter auch nicht davon auszugehen, dass sein Kunde diesen Missstand als störend empfinde. Das Gericht erklärte weiter: Auch wenn dem Veranstalter der Mangel bekannt sei, müsse er ohne Urlauber-Rüge

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12.09.2007

Was tun bei Reisemängeln?

Selten, aber trotzdem zu oft, erwischt es Urlauber trotz wolkenlosem Himmel eiskalt: überbuchte Hotels, verwanzte Betten, Schimmel in der Dusche und undefinierbare Flecken auf dem Teppich. Der Meerblick ist nur für Hünen vorhanden, die Abgase der Straße füllen als Einzige die angeblich so ruhige Terrasse. Das Ausweichquartier liegt nicht direkt am Strand, auch verfügte es weder über den gebuchten Sqashplatz, de

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10.09.2007

Freie Fahrt für Fahrgastrechte

Bahnreisende sollen deutlich mehr Rechte erhalten, vor allem bei Verspätungen und Zugausfällen. Bundesjustizministerin Zypries hat am 07.09.2007 Eckpunkte eines Gesetzes zur Verbesserung der Fahrgastrechte vorgestellt, das europäische Regelungen noch vor deren In-Kraft-Treten umsetzen soll. Wenn ein Zug Verspätung hat, muss das Eisenbahnunternehmen dem Fahrgast künftig eine Entschädigung zahlen. Diese wir

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16.07.2007

Haftung des Reiseveranstalters für einen Zusatzausflug

Der für das Reisevertragsrecht zuständige X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte mit Urteil vom 19. Juni 2007 - X ZR 61/06 - darüber zu entscheiden, ob der Reiseveranstalter für einen erst am Urlaubsort gebuchten Zusatzausflug haftet. Die Kläger buchten bei dem beklagten Reiseveranstalter eine Pauschalreise nach Ägypten. Die im Reiseprospekt enthaltene Werbung für Ausflugsmöglichkeiten enthielt Kl

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21.06.2007

Haftung eines Reiseveranstalters trotz Versäumung der Ausschlussfrist

Der BGH hat mit Urteil vom 12.6.2007 - X ZR 87/06 - über einen Fall der Schadensersatzpflicht des Reiseveranstalters für Reisemängel entschieden, bei dem der Reisende die einmonatige Ausschlussfrist des § 651g Abs. 1 BGB versäumt hatte. Die Klägerin verlangt Schadensersatz wegen eines Unfalls, der ihr während eines bei dem beklagten Reiseveranstalter gebuchten Urlaubs in einem Ferienclub zustieß. Sie

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Reiserecht



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