Home | Anwaltsuche | Fachartikel | Autoren | Für Anwälte | Jura | Kontakt
 
 
Navigation
»Arbeitsrecht
»Baurecht und Architektenrecht
»Erbrecht
»Familienrecht
»Handels- und Gesellschaftsrecht
»Insolvenzrecht
»Internetrecht - Onlinerecht - Ebay
»Medizinrecht
»Mietrecht und Pachtrecht
»Sozialrecht
»Steuerrecht
»Strafrecht
»Transport- und Speditionsrecht
»Urheber- und Medienrecht
»Verkehrsrecht
»Versicherungsrecht
»Verwaltungsrecht

»Abfallrecht
»Agrarrecht
»Aktienrecht
»Architekten- und Ingenieurrecht
»Arzt- und Kassenrecht
»Arzthaftungsrecht - Arzthaftung
»Bank- und Börsenrecht
»Baurecht, privates
»Binnenschifffahrtsrecht
»Deutsch-spanisches Recht
»Energiewirtschaftsrecht
»Familienrecht, internationales
»Forderungseinzug
»Gewerberecht
»GmbH-Recht
»Haftungsrecht, freie Berufe
»Haftungsrecht, Steuerberater
»Handels- und Wirtschaftsrecht
»Immobilienrecht
»Internationales Privatrecht
»Internationales Recht
»Jagd- und Waffenrecht
»Jugendstrafrecht
»Kapitalanlagenrecht
»Kapitalstrafrecht
»Kaufrecht
»Leasingrecht
»Maklerrecht
»Marken- und Domainrecht
»Medienrecht
»Nachbarrecht
»Opferschutzrecht
»Pferderecht
»Presserecht
»Printmedienrecht
»Produkthaftungsrecht
»Recht des öffentlichen Dienstes
»Reiserecht
»Rentenrecht
»Schadenersatzrecht
»Schuldrecht
»Sportrecht
»Steuerstrafrecht
»Strafverfahrensrecht
»Strafvollzugsrecht
»Telekommunikationsrecht
»Verbraucherinsolvenz
»Vereins- und Verbandsrecht
»Vergaberecht
»Verkehrsstrafrecht
»Verkehrsverwaltungsrecht
»Vermögensrecht
»Vertragsrecht
»Wehrrecht
»Wettbewerbsrecht - Werberecht
»Wirtschaftsrecht
»Wirtschaftsstrafrecht
»Wohnungseigentumsrecht
»Zivilrecht, allgemein
»Zwangsvollstreckungs-Recht
 
Sie befinden sich hier: Startseite / Fachartikel / Arbeitsrecht / Die Abmahnung im Betrieb – häufig unterschätzt und vernachlässigt!
   Arbeitsrecht
Die Abmahnung im Betrieb – häufig unterschätzt und vernachlässigt!
 
Autor: Christoph Keimer
Kanzlei: Rechtsanwälte Schlüter Graf & Partner
Ort: 44137 Dortmund
erstellt am: 07.12.06
 
Profil anzeigen
mehr Fachartikel dieses Autors
mehr Arbeitsrecht
Artikel drucken
     

Die Abmahnung im Betrieb – häufig unterschätzt und vernachlässigt!
Trotz ihrer nicht unerheblichen Bedeutung gerade in Kündigungsstreitigkeiten zeigt die arbeitsrechtliche Praxis, dass die Abmahnung, insbesondere vom Arbeitgeber, weiterhin stiefmütterlich behandelt wird. Das ist umso verwunderlicher, als sie häufig das einzig probate Mittel darstellt, Mitarbeiter zu disziplinieren und überdies Kündigungen vorzubereiten.    
Mit der Abmahnung macht der Arbeitgeber von seinem Gläubigerrecht auf Einhaltung der Dienstpflicht Gebrauch (Hinweisfunktion) verbunden mit der Androhung der Kündigung bzw. anderer arbeitsrechtlicher Konsequenzen im Wiederholungsfall (Warnfunktion). Sie beruht auf dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und ist grundsätzlich Wirksamkeitsvoraussetzung für eine Kündigung im Verhaltens- und Leistungsbereich.
„Patentabmahnungen“ gibt es nicht. Pauschal vorformulierte Abmahnungen sollten in jedem Fall vermieden werden. Die Abmahnung ist grundsätzlich (anderes einige Tarifverträge) formfrei, doch sollte aus Beweissicherungsgründen immer schriftlich abgemahnt werden. Folgende Grundsätze sind zu beachten:

  • Es muss deutlich erkennbar werden, welches Fehlverhalten beanstandet wird. Der Vorfall sollte also möglichst genau unter Angabe von Zeugen beschrieben werden. In einem späteren Prozeß ist der Arbeitgeber für diesen Sachverhalt voll beweisbelastet.
  • Nach der präzisen und detaillierten Sachverhaltsdarstellung und dem damit verbundenen Vorwurf der Pflichtverletzung muß sich dann der Hinweis auf arbeitsrechtliche Konsequenzen (bis hin zur Kündigung) für einen gleichartigen Wiederholungsfall anschließen.
Es sollte zeitnah abgemahnt werden. Das Recht auf Abmahnung kann verwirken, wenn sich aus den Umständen ergibt, dass der Arbeitgeber nicht abmahnen will.
Das Recht aus Abmahnung kann verwirken, wenn der Arbeitnehmer sich längere Zeit vertragstreu verhält. Als Faustregel gilt hier ein Zeitraum von etwa 2 Jahren.
Es ist zu beachten, dass ein einmal abgemahnter Sachverhalt nicht mehr als Kündigungssachverhalt herangezogen werden kann.
Ermahnungen, Verwarnungen, Vorhaltungen etc.  sind keine Abmahnungen, da sie es in aller Regel an einem Warnhinweis vermissen lassen.  Bei vorweggenommenen Abmahnungen („Schwarzes Brett“) fehlt es in aller Regel an der Eindeutigkeit der Abmahnung. 

Autor (ViSdP): Christoph Keimer, Rechtsanwälte Schlüter Graf & Partner, 44137 Dortmund


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


Anzeige:

 
SeitenanfangSeitenanfang
 

Anwaltzentrale.de – Ein Service der cemore GmbH
Lindenstraße 102a | 49393 Lohne | Deutschland
Tel.: +49 4442/8027-0 | Fax.: +49 4442/8027-29 | E-Mail: info@cemore.de

Impressum | Anwaltsuche | Fachartikel | Autoren | Für Anwälte | Über uns | Kontakt | Fachartikel Sitemap

Anwaltzentrale.de führt keine Rechtsberatung durch.
Alle verwendeten Markennamen und Bezeichnungen sind eingetragene Warenzeichen und Marken der jeweiligen Eigentümer.